Projekt

PRoBateS hat das Ziel, Handlungsspielräume, Hemmnisse und Potenziale für energiepolitische Maßnahmen im Raumordnungs- und Baurecht zu analysieren und die Wirkungen möglicher Maßnahmen abzuschätzen. Es sollen konkrete Handlungsempfehlungen für energieorientierte Stadtstrukturen erarbeitet werden. Dazu verknüpft das Projekt unterschiedliche disziplinäre Perspektiven mit einer neuen Herangehensweise. Eine fundierte rechtswissenschaftliche Analyse wird mit einer raumbezogenen, quantitativen Wirkungsabschätzung verbunden.

Im Wesentlichen soll die Forschung im Rahmen des Projekts folgende Ergebnisse hervorbringen:

  • Eine sorgfältige rechtsdogmatische Analyse und eine systematische Auseinandersetzung mit dem Potenzial städtischer Energiepolitik durch Instrumente des Raumordnungs- und Baurechts und damit auch über verfassungs- und grundrechtliche Schranken für die Verankerung von Energieaspekten und -anforderungen in Raumordnungs- und Baurecht;
  • Vertieftes Wissen über Gestaltungsmöglichkeiten und Schranken (Verfassungs- und Grundrechte) bei der Weiterentwicklung des bestehenden Instrumentariums sowie zur Umsetzung von Good Practices in den österreichischen Raumordnungsgesetzen und Bauordnungen;
  • Aufzeigen von Optionen aus internationalen Good Practice Beispielen und rechtliche Analyse der Übertragbarkeit auf die Wiener Rechtslage/Instrumente;
  • Eine räumliche Abschätzung der energiepolitischen Effekte auf gesamtstädtischer und Quartiersebene. Die Ergebnisse der Testgebietsanalyse sollen auch Hinweise für ähnliche Maßnahmen in anderen Teilräumen der Stadt Wien liefern. Diese Verknüpfung zwischen gesamtstädtischer und Testgebietsanalyse wird mittels einer Typologie von charakteristischen Stadträumen (urban fabric types) aus dem Vorgängerprojekt UFT-ADI (Details siehe Methodik) durchgeführt.
  • Räumlich differenzierte Empfehlungen für effektive Maßnahmen zum Erreichen der klimapolitischen Ziele;
  • Rechtspolitische Handlungsempfehlungen, die eine Weiterentwicklung des bestehenden Instrumentariums sowie die Umsetzung von Good Practices im Rechtsbestands befördern und für Lernprozesse in der Energiepolitik österreichischer Städte fruchtbar gemacht werden können;
  • Die Entwicklung eines Glossars für die Disziplinen übergreifende Arbeit (Rechtswissenschaften, technisch-planerische Sicht) im Kontext von Energiepolitik und Stadtentwicklung;
  • Potenzialkarten (GIS-Karten) zur räumlichen Visualisierung der Wirkungen einzelnen Maßnahmen.
  • Entwicklung von bau- und planungsrechtlichen Potenzialmatrizen für die Umsetzung energiepolitischer Zielsetzungen auf der Stadtteilebene (siehe folgende Abbildung).

Potenzialmatrizen